Ich werde Bodenleger

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Ich werde Bodenleger 2082 1093 Dein Leben. Mach was draus!

Mein Arbeitstag als Azubi zum Bodenleger – neuen Bodenbelag verlegen

Heute ist Montag und damit der Start in eine abwechslungsreiche und anstrengende Arbeitswoche, aber ich freue mich drauf. Unsere Aufgabe für diese Woche: 150 m² altes Linoleum entfernen, den Unterboden vorbereiten und danach einen neuen Bodenbelag verlegen.

An der Baustelle angekommen räumen wir erstmal alles aus, was wir für den Abriss vom Linoleum brauchen: das sind zum Beispiel ein Schaber, der Bullystripper (es ist nicht das, was ihr denkt :D), einen großen und einen kleinen Besen, leere Eimer und einen Staubsauger. Zum Glück habe ich vorm Wochenende noch dran gedacht den aufzuladen, sonst hätten wir jetzt ein Problem 😉

Wichtig für uns ist es erstmal sicherzustellen, dass wir Strom und Wasser auf der Baustelle haben und beides funktioniert. Nachdem wir das gechekt haben überprüfen wir noch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im Objekt. Das beides hat Einfluss auf das spätere Aufbringen der Spachtelmasse und die Verlegung des neuen Bodens.

Los geht’s mit dem Abriss vom alten Linoleum, das kann, je nachdem wie doll das Zeug am Boden haftet, schon mal schweißtreibend sein. Aber ich hab damit kein Problem. In meiner Freizeit mache ich gerne Sport und bin aktiv – deshalb wäre ein Bürojob auch nicht für mich in Frage gekommen.

Sobald das fertig ist fangen wir an den Unterboden vorzubereiten. Für das Verlegen von einem Bodenbelag ist ein unbeschädigter und ebener Untergrund wichtig. Ist er schief oder weist Schäden auf, gleiche ich den Boden mit Spachtelmasse aus.

Los geht es mit dem Entfernen von alten Klebstoffrückständen durch Schleifen mit der Fräse oder Einscheibenmaschine. Gründliches Absaugen der Fläche mit dem Industriesauger ist Voraussetzung für die anschließende Prüfung der Fläche auf Fehlstellen und Risse. Diese müssen wir mit geeignetem Mörtel schließen und danach mit dem Ritzgerät die Festigkeitsprüfung vornehmen.

Wenn wir damit fertig sind wird der Unterboden mit einem flüssigen Grundiermittel vollflächig grundiert, das verbessert die Haftung der Ausgleichsmasse auf dem Untergrund und reguliert die Saugfähigkeit. Nach entsprechender Trocknungszeit der Grundierung werden Randdämmstreifen zu den aufgehenden Wänden gestellt.

Nach so viel Vorarbeit ist jetzt ist Zeit für die Mittagspause.

Frisch gestärkt geht es weiter. Jetzt kann die Fläche mit einer geeigneten selbstverlaufenden  Spachtelmasse nivelliert werden, damit sie schön glatt und eben ist. Das geht am besten mit einer Spachtelmassenpumpe oder etwas anstrengender mit dem Anrühren der Ware Sack für Sack. Die Säcke wiegen 25 kg, das ist ganz schön schwer und man braucht schon etwas Kraft, aber mit der richtigen Tragetechnik ist das fast kein Problem Die flüssige Masse wird dann mit Zahnrakel, Stiftrakel oder Spachtelkelle verteilt und mit der Walze entlüftet, damit es keine Bläschen gibt.

Nun ist die Unterbodenvorbereitung abgeschlossen und wir müssen die Trocknungszeiten der Spachtelmasse einhalten, damit wir weiter darauf arbeiten können. Nach dem Saubermachen der Spachtelgeräte, Anrühreimer oder Maschinen ist dann Feierabend so gegen 15.00 Uhr.

Den neuen Belag bekommen wir jetzt schon geliefert, damit sich dieser akklimatisiert und in den nächsten Tagen verlegt werden kann. Vorher erfolgt der Reinigungsschliff am Unterboden mit gründlichem Absaugen. Ich sag euch, hier hab ich erst gelernt wie man richtig gut Staub saugt. Dann wird die Fläche sorgfältig eingeteilt und das Verlegemaß angelegt.

Am Tag darauf geht es mit der Verlegung los. Zu Beginn lesen wir die Verlegeanleitung nochmal genau durch – sicher ist sicher… Auf den vorbereiteten Unterboden tragen wir mit einem entsprechenden Zahnspachtel den Klebstoff vollflächig auf. Nach der entsprechenden Ablüftzeit wird der neue Linoleumbelag eingelegt, mit dem Korkanreibebrett angedrückt. und mit einer schweren Walze angewalzt. Das geht Bahn für Bahn so weiter bis die Fläche fertiggestellt ist.

Am letzten Tag des Projekts erfolgen noch der Zuschnitt und die Montage der Holzsockelleisten und deren Befestigung durch Heißkleber oder Montagekleber. Die Anschlussfugen werden mit farbigem Silicon ausgebildet.

Ganz zuletzt wird die Baustelle sauber abgeräumt und eine Bauschlussreinigung vorgenommen. Das ist ganz wichtig, denn nur so erfolgt die erfolgreiche Abnahme der Baustelle durch den Auftraggeber und wir werden hoffentlich für weitere Aufträge gebucht. Wenn das durch ist, dann ist das Bauvorhaben abgeschlossen!

 

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